Botschafter zum Verlieben

Medienhaus Galteor Kommunikation schickt virtuelle Mitarbeiter nach Botswana

Umpah und Lumpah, das bezaubernde dynamische Duo, ist in aller Welt zuhause. Ihr Geburtsort ist das Medienhaus Galteor Kommunikation im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar.(BeG) Unvermittelt unterbricht Hannelore Weiss ihre Arbeit, schaut versonnen auf die Computerbildschirme vor ihr. Gerade noch hat sie konzentriert mit ihrer Maus hantiert, ein paar feine Linien verschoben, die der linke Monitor massenweise zeigt.

„Es ist doch tatsächlich das erste Mal, dass ich Personen mit dunkler Hautfarbe entwerfe“, zeigt sich die Designerin selbst verwundert. Als Spezialistin für 3D-Animation hat sie schon schon eine Vielzahl von virtuellen Menschen erschaffen. Für Trickfilme, für Illustrationen. Einmal sogar eine aufwändige Szene mit den unterschiedlichsten Typen in einem gut besuchten Kino. Aber in der Tat: Mit dem putzigen Pärchen Umpah und Lumpah hat sie erstmalig Farbige gestaltet. 

Dabei belegt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung in ihrem Datenreport vom August 2009 klar: Die Weißhäutigen sind auf dieser Erde keineswegs unter sich, sind nicht mal in der Überzahl. Von bald sieben Milliarden Menschen leben alleine eine Milliarde in Afrika. Überhaupt hat der Homo Sapiens dort seinen Ursprung, war anfangs dunkelhäutig und dunkelhaarig. Allerdings schauten unsere Vorfahren sicherlich nicht so possierlich drein wie Umpah und Lumpah.

In die beiden muss man sich einfach verlieben. Zahlreiche Verehrer konnte das Gespann bereits bei seinem Premierenauftritt im September 2009 um sich scharen. Den hatten die 3D-Charaktere in Gaborone, der Hauptstadt von Botswana, beim 30sten Jahrestreffen der Southern African Association for Counselling and Development in Higher Education (SAACDHE) (Gesellschaft des südlichen Afrika für Sozialberatung und Entwicklung an Universitäten).

Das Schifferstadter Medienhaus Galteor Kommunikation hatte den Auftrag erhalten, das diesjährige Thema zu visualisieren – Coming Together: A Framework for Growing Individuals and Building Nations (Miteinander: Ein Rahmen zur Entwicklung des Einzelnen und zum Aufbau von Nationen).

Die Zukunft einer jeden Nation, ihre Hoffnung, liegt in der jungen Generation. Die Förderung dieser Generation kann also nicht hoch genug bewertet werden. Jährlich treffen sich deshalb Mitglieder der SAACDHE, um Erfahrungen auszutauschen. Gemeinsam will man aus eigenen Erfolgen lernen, ebenso allerdings aus Misserfolgen. Auch 2009 kamen die meisten Teilnehmer aus dem südlichen Afrika, manche auch aus den Vereinigten Staaten und Australien.

Imposant – das Gaborone International Convention Centre war Tagungsort für das 30ste Jahrestreffen der SAACDHE.„Wir müssen unsere eigenen Talente und Gaben klar erkennen, allerdings auch unsere Blindspots akzeptieren“, umreißt Margot Sennett Freedman ein Ziel der Zusammenkunft. „Veränderung beginnt immer bei mir selbst. Erst wenn ich das verinnerliche, kann ich anderen bei ihrer Entwicklung zur Seite stehen.“ Konsequent stellte sie ihren Beitrag zur Konferenz unter ein Motto Mahatma Gandhis: Be the Change That You Want to See in the World (Sei du selbst der Wandel, den du in der Welt sehen möchtest).  

Freedman, die diesen preisnominierten Workshop im Gaborone International Convention Centre (GICC) hielt, vertraut bei ihrer Arbeit auf die Wirkung von Medien; Powerpoints, aufgelockert durch kurze Tricksequenzen. So konnte ihr Publikum sich nicht nur für ihre sachkundigen Ausführungen begeistern sondern auch für Umpah und Lumpah. Die bekamen gleich mehrere Vorhänge und durften ihre Vorstellung umgehend wiederholen.

„Es kommt auf jeden an. Nur zusammen können Individuen ein Ziel erreichen – das wollten wir mit nur wenigen Bildern anschaulich machen“, erläutert Harald Helmut Weiss, Chef von Galteor Kommunikation und geistiger Vater der zwei bezaubernden Figuren. Keine Frage: Mission erfüllt!

Zusätzlich wurde die Neugier einiger Galteor-Mitarbeiter geweckt. „Ich hab natürlich gleich zum Thema Weltbevölkerung gegoogelt“, gesteht Pixelkünstlerin Hannelore Weiss. „Über 60% aller Menschen sind Asiaten. Da wird es wirklich Zeit für ein paar knuffige 3D-Chinesen.“

 
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